Dienstag, 21. Oktober 2014

Fast 90 Tage, mae!

Holis :)

am Mittwoch sind es 90 Tage in Costa Rica. Vor 90 Tagen stand ich mit Janek und Selina am Flughafen Frankfurt und musste mich von meinen Eltern verabschieden. Mit Tränen ging ich damals ab ins Unbekannte. Und seitdem ist soooo viel passiert! Ich kam in Costa Rica an, lernte eine total nette Familie kennen, kam in die Schule und fand dort Freunde, hatte Heimweh, lernte Spanischsprechen, erlebte Erdbeben, schrieb Examen, aß fremdes, seltsames Essen, das ich jetzt aber schon gar nicht mehr so schlecht finde ;) Ich sah bis jetzt mehrere Naturparks, den Poás, die Isla Tortuga,... Unglaublich, was in so kurzer Zeit alle passieren kann!
Und jetzt ist schon wieder eine Woche vorbei. Eine sehr aufregende und schöne Woche!
Sie fing damit an, dass ich montags keine Schule hatte. :)! Da wir sonntags in die Schule gehen sollten um bei einem Acto Cívico dabeizusein (es war Tag der Kulturen, ich kam nicht, aber das fällt niemandem auf, da ich auf keiner Klassenliste stehe), hatten wir montags frei. Und dienstags begannen dann die Examen. Aber auch da ging ich nicht in die Schule. Denn ich hatte um 8:30 h einen Termin zum Fingerabdrückenehmen. Meine Gastmutter hatte einen Zahnarzttermin, weshalb sie mich mitnahm, denn unser Treffpunkt war in der Nähe der Praxis. Wir kamen in der Praxis an und als erstes erfuhren wir, dass der Termin wohl bis 10:30 h gehen wird. Super!! Also sagte mir meine Gastmutter noch schnell, wann ich wohin gehen musste, um ein Taxi zu bekommen und verschwand dann in einem Behandlungssaal. Meine erste Taxifahrt alleine, und dann noch in Costa Rica, wartete also auf mich. Leicht nervös und deswegen auch etwas früher ging ich also an die Straße, um mir ein Taxi zu suchen. Bald kam auch eins und ich stieg ein und Alles schien super zu laufen. Der Taxifahrer wusste nicht genau, wo das Ministerio de Seguridad Pública (dahin musste ich, um die Fingerabdrücke zu nehmen) war, also fragte er in der Zentrale nach und fuhr dann los. Wir fuhren ca. 15 Minuten, was mich stutzig machte, schließlich sollte dieses Ministerium ja in der Nähe sein. Aber wir fuhren ein Stückchen Schnellstraße und kamen dann in die Nähe eines Industriegebietes. Als wir ankamen, war ich 10 Minuten zu früh da. also wunderte ich mich nicht, dass ich die einzige war, die schon da war. Ich wartete vor dem Ministerium und schrieb eine Freundin an, die sagte, dass sie wohl später kommen würde, also gut, dann musste ich wohl alleine warten. Aber als um viertel vor neun immer noch niemand, weder von Intercultura noch von den anderen Austauschschülern, aufgetaucht war, wunderte ich mich schon und fragte mich, ob die sich vielleicht im Gebäude getroffen haben. Also ging ich zu einem der Sicherheitsmänner und sagte, dass ich wegen der Fingerabdrücke da sei. Aber der Typ meinte nur, dass hier keine Fingerabdrücke genommen werden und hat mir einen Zettel  mit einer Adresse in die Hand gedrückt. Verwirrt rief ich Intercultura an um zu fragen, was das denn soll. Aber die gingen nicht an ihr Handy und Selina fragte mich in der Zwischenzeit wo ich denn sei, schließlich sei sie schon da. Und dann kam mir einfach dieser Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, dass ich wohl völlig falsch bin. Während ich um das Gebäude lief (vielleicht war ich ja nur auf der falschen Seite, war aber leider nicht so...), rief mich Intercultura an. Ich schilderte ihnen die Situation und sie dachten zu wissen, wo ich war und wollten mich abholen. Voller Hoffnung wartete ich, es war schon 9 Uhr, noch eine viertel Stunde. Aber es kam niemand, und Selina schrieb mir, dass die anderen schon reingegangen seien und ich befürchtete jetzt schon, dass der Termin nicht mehr stattfinden kann, da ich ja mehr als eine Stunde später da sein werde. Nach einigem Warten, rief mich Intercultura an und fragten mich, wo ich sei, sie hätten keine Idee. Ich gab einem der Sicherheitsmänner mein Handy und der erklärte wo ich war. Entsetzt stellten wir fest, dass ich am anderen Ende der Stadt war. Meine Mutter war immer noch beim Zahnarzt, ich hatte kein Bargeld für ein Taxi mehr, und Interculura kein Auto. Schöner Mist!! Irgendwie schaffte es Intercultura sich ein Auto zu leihen und sie konnten mich abholen und um 10 Uhr war ich dann auch endlich am richtigen Ort :D Und zum Glück konnte ich auch noch kommen und das mit den Fingerabdrücken lief am Ende eigentlich ganz schnell und leicht. Und durch die ganze Aktion hatte ich das so weit nach hinten verzögert, dass ich "leider" zu spät zum Examen käme und ich es deshalb ausfallen lassen musste.
Mittwochs bis Freitag ging ich dann wieder in die Schule, um die Examen mitzuschreiben.Englisch war leicht, Estudios Sociales ist eher schlecht gelaufen und in Spanisch sollte über 150 Seiten in einem Bich lesen, was ich nicht tat, da ich 1) ewig dafür brauchen würde, 2) das Buch nicht hatte und mir niemand so viele Seiten abfotografieren wollte und 3) ich das wohl sowieso nicht verstehen würde. Aber dementsprechend ist die Arbeit auch nicht soooo gut gelaufen...
Samstag schien erst ein langweiliger Tag zu werden: ich war morgens alleine zu Hause, weil meine Gastmutter immer Valeria zum Ballettunterricht bringt und dann mit Ashley zur Kommunionsstunde geht. Sie kommt immer erst mittags zurück, weshalb ich mir immer einen "deutschen" Vormittag mache, mit Bundesliga und dann deutschem Essen. :-) <3
Aber als sie zurückkam, sagte sie mir, dass wir am Abend zu ihrem Bruder fahren werden, da jemand (die Tante der Cousine des Freundes der Exfrau, so ungefähr, ich erklär's lieber nicht) Geburtstag hatte. Das war nicht sooooo unglaublich spannend. Es wurde einfach nur geredet und gegessen, die kkleineren Kinder spielten und die größeren tanzten. Aber einmal kam eine Gruppe von 5 Männern; einer mit Trompete, einer mit Ziehharmonika, drei mit gitarrenähnlichen Instrumenten. Sie sangen Lieder, die sich das Geburtstagskind wünschte und zum Schluss "Cumpleanos feliz", wobei jeder mitsang. Evelyn meinte, dass das eigentlich eine mexikanische Tradition ist, aber egal, mit hat's trotzdem irgendwie gefallen...
Es wurde dann recht spät, und deswegen war ich dann gestern, sonntags, recht müde. Aber ich wollte mich mit Selina treffen und bin deswegen extra früh aufgestanden. Und überpünktlich war ich fertig und wartete auf die anderen, dass auch die fertig werden. Und schließlich, 10 Minuten bevor ich in der Mall San Pedro, unserem Treffpunkt, sein sollte, kamen sie dann auch mal in die Pötte. Aber dann fiel Evelyn noch ein, dass ja noch die Gardine aufgehängt werden und der Boden in der Küche gekehrt werden muss. Ich bin fast verrückt geworden, denn ich hasse es unpünktlich zu sein und meine Freundin war schon in der Mall... Und schließlich, 10 nach unserer vereinbarten Zeit, fuhren wir dann auch endlich los und 30 Minuten später war ich dann auch da :D Ach ja, die Pünktlichkeit in Costa Rica...
Aber wir haben uns nicht die Laune verderben lassen und haben es wirklich genossen, Geschichten zu erzählen und dabei einzukaufen :) Ich habe auch eine richtig coole Hose gefunden ;) Und als ich dann wieder abgeholt wurde, fuhren wir zuerst zur Iglesia de Coronado und danach in ein altes, traditionelles Soda, in der typisch costarricanisches Essen und Trinken verkauft wurde... Die Kirche war auch echt schön, und César meinte, dass sie den Kirchen aus Deutschland nachempfunden wurde, was auch gut sein kann.
Mein Wochenende war also richtig cool und heute hatte ich Cienciasarbeit, die auf jeden Fall schonmal besser lief als die Erste. Vielleicht werden es jetzt sogar 19% :D
Das war's neues aus Costa Rica.

Nos vemos
Anna :)

Iglesia de Coronado

Iglesia de Coronado, voll schön!

Die Geburtstagsmusiker

Selina und ich vorm Lincoln Center


Montag, 13. Oktober 2014

Isla Tortuga 27.09.2014

Ich merke grade, dass diese dumme Internetverbindung meinen Beitrag über den Ausflug auf die Isla Tortuga nicht veröffentlicht hat und auch nicht gespeichert hat, also kann ich jetzt nochmal anfangen:
Wie geil war dieser Samstag denn bitteschön?!?! Er war hammer!!!
Ich habe es nach einigem Hin und Her geschafft, den Ausflug zu bezahlen und deshalb hieß es samstags morgens um 5 Uhr aufstehen, um pünktlich um 6.30 Uhr beim Treffpunkt in San José zu sein. Dort habe ich dann ein paar Freundinnen vom Flug nach Costa Rica und von den zwei Tagen Vorbereitungsseminar mit Intercultura wiedergesehen. Das war super, denn so konnte man sich mal wieder richtig über Alles austauschen und so vergang die Busfahrt wie im Fluge. Vom Bus stiegen wir dann auf eine Fähre und dort kam dann so richtige Sommer-Party-Ferien-Stimmung auf. Es wurden Lieder von z.B. Bob Marley gespielt und ein Entertainer tanzte und ein anderer sang spanische Lieder. Die Stimmung war bei  allen super, auch weil die Sonne schien und es soooo warm war. Wir mussten uns alle mit Sonnenmilch eincremen, weil wir sonst alle den Sonnenbrand unseres Lebens bekommen hätten und währenddessen erzählten wir alle von unserem Leben, den Eltern, der Schule,... in Costa Rica. Ich merkte, dass ich es mit meiner Gastfamilie echt suuuper getroffen habe, denn es haben schon zwei Mädchen gewechselt und zwei weitere wollen auch wechseln... Aber sonst ging es uns allen recht gut, finden es hier super und unser Spanisch hat sich auch schon verbessert ;)
Ich ging mit einer Freundin mal eine Zeit lang unter Deck, denn es war echt zuu viel Sonne für uns. Als wir wieder hochgingen, hockten wir uns ans Geländer des Boots und erzählten uns Dinge aus unserem Leben hier. War super. Naja, und dann kam eine richtige Anna: Ich schaffte es, wie genau auch immer, mir den Flip Flop vom Fuß zu schieben und der fiel natürlich ins Meer. Aber das kann nur mir passieren, also macht euch keine Sorgen. Ich hatte auch noch andere Schuhe dabei, allerdings geschlossene und deshalb beschloss ich, ohne Schuhe zu laufen. Wir kamen ja eh bald am Strand an...
Wir kamen nach fast 2 Stunden auf der Insel an und die sieht ja so paradiesisch aus! Mit dem hellen Sandstrand, dahinter den Palmen und dem Regenwald...
Als wir ankamen, wurden wir zuerst begrüßt und mussten dann aber auch schon bald wieder los, denn es fing bald eine Schnorcheltour an, die ich natürlich nicht verpassen wollte. Ich hab's zwar noch nie gemacht gehabt, aber das änderte sich. Wir bekamen die Ausrüstung und fuhren dann mit einem Motorboot in die Nähe eines Felsens vor dem Strand der Insel. Nach den Einweisungen ging's dann für 45 Minuten ins Wasser. Anfangs hatte ich noch Probleme mit dem Schnorchel und der Brille, aber nachdem sich das gelegt hatte, konnte ich das voll genießen. Un des war wunderschön, den hellen und dunklen, bunten und einfarbigen, gestreiften und gepunkteten Fischen beim Schwimmen zuzusehen. Man hat sich auch frei gefühlt. Langsam schnorchelten wir um den Felsen und am Ende war unser Begleiter Brotkrümmel ins Wasser, sodass nochmal ganz viele Fische ankamen. Es war soooo schön und ich werde es auf jeden Fall nochmal machen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe!
Nach der 3/4 Stunde gings zurück zur Insel, denn dort gab's Mittagessen. Dazu haben wir auf der Busfahrt morgens Essens- und Getränkekarten bekommen. Das Essen an sich war jetzt nicht aufregend toll oder schlecht. Ich sah mit Maxi und Selina, ein paar Freundinnen, dass man Bananenboot fahren konnte, und da ich das seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht habe, genauso wie die anderen beiden, machten wir das nach dem Mittagessen gemeinsam. Es hat suuuuper viel Spaß gemacht, allerdings war es für uns zu kurz ;)
Später sind wir noch an den Strand gegangen, waren schwimmen und haben Fotos gemacht. Irgendwie ging die Zeit total schnell vorbei, denn wir wollten nochmal in den Souvenirshop gehen. Andenken kaufen und ich brauchte ja Flip Flops,... :D Leider ging's aber schon zurück :(
Auf der Rückfahrt zum Festland und dann auch im Bus unterhielt ich mich mit ein paar anderen Leuten. Wir verstehen uns innerhalb der Gruppe alle super, was toll ist. Ich lernte dann auch ein Mädchen kennen, das in Deutscland ca. 5 Minuten von meinem Heimatdorf entfernt wohnt. Wie geil ist das denn?!?!?!
Ich musste dann noch eine Stunde in San José warten, bis mich meine Gastmutter abholte, aber so konnte ich noch weiter quatschen. Ich sag' euch, nach dem Tag klang ich wie eine Kettenraucherin!! Aber es hat sich ja gelohnt ;)
Ich hänge jetzt noch ein paar Bilder an, und hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich jetzt erst schreibe.

Saludos, Anna :)
Hach, seuftz,... <3

Isla Tortuga

Pura Vida!!

Cost Rica <3!!!!

hihi

Das sind wir :D

Es war einfach sooooo schön!

Palmen :)

Wir haben auch ca. 5 Delfine gesehen

Selina und ich

Nein, Pia und ich waren nicht verrückt! Wir sind immer so!

Samstag, 11. Oktober 2014

What is exchange?...

Hola,
jetzt habe ich mich schon seit recht langer Zeit nicht gemeldet, aber es gibt nicht so viel zu berichten. Aber die nächste Woche wird wieder was los sein, mit Examenes unf Fingerabdrücke für's Visum nehmen.
Ich habe von einer Austauschkumpanin aus Deutschland, die in Argentinien ist, einen recht schönen Text gefunden, den ich jetzt einfach mal kopiert hab :D Ich finde, dass so ein Austauschjahr recht gut beschrieben ist.

Exchange is change. Rapid, brutal, beautiful, hurtful, colourful, amazing, unexpected, overwhelming and most of all constant change. Change in lifestyle, country, language, friends, parents, houses, school, simply everything.Exchange is realizing that everything they told you beforehand is wrong, but also right in a way.Exchange is going from thinking you know who you are, to having no idea who you are anymore to being someone new. But not entirely new. You are still the person you were before but you jumped into that ice cold lake. You know how it feels like to be on your own. Away from home, with no one you really know. And you find out that you can actually do it.
Exchange is thinking. All the time. About everything. Thinking about those strange costumes, the strange food, the strange language. About why you’re here and not back home. About how it’s going to be like once you come back home. How that girl is going to react when you see her again. About who’s hanging out where this weekend. At first who’s inviting you at all. And in the end where you’re supposed to go, when you’re invited to ten different things. About how everybody at home is doing. About how stupid this whole time-zone thing is. Not only because of home, but also because the tv ads for shows keep confusing you.
Thinking about what’s right and what’s wrong. About how stupid or rude you just were to someone without meaning to be. About the point of all this. About the sense of life. About who you want to be, what you want to do. And about when that English essay is due, even though you’re marks don’t count. About whether you should go home after school, or hang out at someone’s place until midnight. Someone you didn’t even know a few months ago. And about what the hell that guy just said.
Exchange is people. Those incredibly strange people, who look at you like you’re an alien. Those people who are too afraid to talk to you. And those people who actually talk to you. Those people who know your name, even though you have never met them. Those people, who tell you who to stay away from. Those people who talk about you behind your back, those people who make fun of your country. All those people, who aren’t worth your giving a damn. Those people you ignore.
And those people who invite you to their homes. Who keep you sane. Who become your friends.
Exchange is uncomfortable. It’s feeling out of place, like a fifth wheel. It’s talking to people you don’t like. It’s trying to be nice all the time. It’s bugs.. and bears. It’s cold, freezing cold. It’s homesickness, it’s awkward silence and its feeling guilty because you didn’t talk to someone at home. Or feeling guilty because you missed something because you were talking on Skype.
Exchange is great. It’s feeling the connection between you and your host parents grow. It’s knowing in which cupboard the peanut butter is. It’s meeting people from all over the world. It’s having a place to stay in almost every country of the world.
It’s cooking food from your home country and not messing up. It’s seeing beautiful landscapes that you never knew existed.
Exchange is exchange students. The most amazing people in the whole wide world. Those people from everywhere who know exactly how you feel and those people who become your absolute best friends even though you only see most of them 3 or 4 times during your year. The people, who take almost an hour to say their final goodbyes to each other. Those people with the jackets full of pins. All over the world.
Exchange is falling in love with this amazing, wild, beautiful country. And with your home country.
Exchange is frustrating. Things you can’t do, things you don’t understand. Things you say, that mean the exact opposite of what you meant to say. Or even worse…
Exchange is understanding.
Exchange is unbelievable.
Exchange is not a year in your life. It’s a life in one year.
Exchange is nothing like you expected it to be, and everything you wanted it to be.
Exchange is the best year of your life so far. Without a doubt. And it’s also the worst. Without a doubt.
Exchange is something you will never forget, something that will always be a part of you. It is something no one back at home will ever truly understand.
Exchange is growing up, realizing that everybody is the same, no matter where they’re from. That there is great people and douche bags everywhere. And that it only depends on you how good or bad your day is going to be. Or the whole year.
And it is realizing that you can be on your own, that you are an independent person. Finally. And it’s trying to explain that to your parents.
Exchange is dancing in the rain for no reason, crying without a reason, laughing at the same time. It’s a turmoil of every emotion possible.
Exchange is everything. And exchange is something you can’t understand unless you’ve been through it.
Exchange is thinking. All the time. About everything. Thinking about those strange costumes, the strange food, the strange language. About why you’re here and not back home. About how it’s going to be like once you come back home. How that girl is going to react when you see her again. About who’s hanging out where this weekend. At first who’s inviting you at all. And in the end where you’re supposed to go, when you’re invited to ten different things. About how everybody at home is doing. About how stupid this whole time-zone thing is. Not only because of home, but also because the tv ads for shows keep confusing you.Thinking about what’s right and what’s wrong. About how stupid or rude you just were to someone without meaning to be. About the point of all this. About the sense of life. About who you want to be, what you want to do. And about when that English essay is due, even though you’re marks don’t count. About whether you should go home after school, or hang out at someone’s place until midnight. Someone you didn’t even know a few months ago. And about what the hell that guy just said.Exchange is people. Those incredibly strange people, who look at you like you’re an alien. Those people who are too afraid to talk to you. And those people who actually talk to you. Those people who know your name, even though you have never met them. Those people, who tell you who to stay away from. Those people who talk about you behind your back, those people who make fun of your country. All those people, who aren’t worth your giving a damn. Those people you ignore.And those people who invite you to their homes. Who keep you sane. Who become your friends.Exchange is uncomfortable. It’s feeling out of place, like a fifth wheel. It’s talking to people you don’t like. It’s trying to be nice all the time. It’s bugs.. and bears. It’s cold, freezing cold. It’s homesickness, it’s awkward silence and its feeling guilty because you didn’t talk to someone at home. Or feeling guilty because you missed something because you were talking on Skype.Exchange is great. It’s feeling the connection between you and your host parents grow. It’s knowing in which cupboard the peanut butter is. It’s meeting people from all over the world. It’s having a place to stay in almost every country of the world.It’s cooking food from your home country and not messing up. It’s seeing beautiful landscapes that you never knew existed.Exchange is exchange students. The most amazing people in the whole wide world. Those people from everywhere who know exactly how you feel and those people who become your absolute best friends even though you only see most of them 3 or 4 times during your year. The people, who take almost an hour to say their final goodbyes to each other. Those people with the jackets full of pins. All over the world.Exchange is falling in love with this amazing, wild, beautiful country. And with your home country.Exchange is frustrating. Things you can’t do, things you don’t understand. Things you say, that mean the exact opposite of what you meant to say. Or even worse…Exchange is understanding.Exchange is unbelievable.Exchange is not a year in your life. It’s a life in one year.Exchange is nothing like you expected it to be, and everything you wanted it to be.Exchange is the best year of your life so far. Without a doubt. And it’s also the worst. Without a doubt.Exchange is something you will never forget, something that will always be a part of you. It is something no one back at home will ever truly understand.Exchange is growing up, realizing that everybody is the same, no matter where they’re from. That there is great people and douche bags everywhere. And that it only depends on you how good or bad your day is going to be. Or the whole year.And it is realizing that you can be on your own, that you are an independent person. Finally. And it’s trying to explain that to your parents.Exchange is dancing in the rain for no reason, crying without a reason, laughing at the same time. It’s a turmoil of every emotion possible.Exchange is everything. And exchange is something you can’t understand unless you’ve been through it.
Der Blog ist von Johanna und ist so zu finden: http://johannas-adventure.blogspot.de/

Montag, 22. September 2014

OMG schon 2 Monate!!!!

Hola :)
ja, ich habe mich seit langem nicht mehr gemeldet. Aber das liegt auch daran, dass ichnicht so viel erlebt habe. Diese Woche hatte ich fast die ganze Zeit schulfrei, nur Mittwochs kam ich wegen 2 Stunden Estudios Sociales in die Schule.
Arbeiten haben wir auch noch nicht viele zurück, aber das geht ja auch schlecht, wenn man keinen Unterricht hat ;) Allerdings habe ich schon Spanisch und die Estudios Sociales Arbeit zurückbekommen. Ich habe 60% bzw. 53% geschrieben. Aber die Noten in Costa Rica sind ja ganz anders als in Deutschland, deswegen erklär ich die mal schnell: Also hier wird in Prozent benotet: 100% ist eine 1+ und 0% logischerweise eine 6. Meine Schulfreundinnen haben mir erklärt, dass man ab 65% bestanden hat, also habe ich bis jetzt bei keiner der beiden Arbeiten bestanden :D Außerdem gibt es drei Noten pro Arbeit, was mich am Anfang wirklich verwirrt hat: die Punktzahl, die ich in der Arbeit erreicht habe, den Prozentsatz von den Punkten die ich erreicht habe und hätte erreichen könnte, also ...% von 100% (das ist die "richtige" Note, die im Moment zählt) und als Drittes wurde noch der Prozentsatz angegeben, von dem,wie viel ich gewusst habe im Bezug darauf, wie viel es insgesamt aufs Jahr wert wahr (also habe ich zB 18,66% von 35% richtig, denn 35% zählt die Arbeit fürs gesamte Jahr (es gibt 3 Trimester...!!) uund davon habe ich 18,66% gewusst, was den 53% für dieses Trimester in Estudios Sociales entspricht). OMG, das war kompliziert, hoffentlich habt ihr's verstanden. Ich hab auch nochmal eine genaue Tabelle über die Notengebung in verschiedenen Ländern im Internet gefunden (http://www.hs-furtwangen.de/fileadmin/user_upload/International_Center/Dokumente/Umrechnungstabelle.pdf), falls ihrs nochmal anschauen wollt ;)
Tja, Noten warn jetzt also nicht soooo super, aber für's erst ok und die Arbeiten sind hier wirklich total anders als in Deutschland (eigendlich leichter, aber schhhh, das ist jetzt egal ;D). Außerdem fand ich's total geil, dass ich nicht die Schlechteste in der Spanischarbeit war!!!!!!!!!! So genial! Eine Klassenkameradin (Spanisch Muttersprachlerin!) hatte nur 54% erreicht, was mich, das soll jetzt nicht doof klingen, ist aber so..., schon gefreut hat. Obwohl sie sich jetzt wahrscheinlich total dumm fühlt...
Tja, und das wars auch schon aus der Rubrik "Schule". Wie schon erwähnt, gibt sowas wie Unterrichtsgarantie hier nicht. Und mittwochs, was meine Freundin Kasia und ich bis heute nicht ganz verstehen, hätte eigendlich nur ein Teil der Klasse Entfall gehabt, denn deren Kustlehrerin war angeblich nicht im Haus (wir sind in Kunst aufgeteilt). Aber meine Kunstgruppe, in der auch Kasia ist, hätte eigendlich erscheinen müssen. Also kamen wir, und warteten, und warteten, warteten,...warteten,...warteten,...... Und als dann um 7 Uhr zu Schulbeginn niemand anderes außer uns beiden aufgetaucht war, auch nicht die Lehrerin nicht, ahnten wir, dass wir wohl auch keinen Unterricht haben würden. Also hatten wir von 7 bis 12 Uhr keine Schule, mussten aber, warum auch immer, es ist einfach nicht erlaubt, in der Schule bleiben. Also liefen wir immer wieder diegleichen Flure der Schule auf und ab und erzählen uns Geschichten. Später fingen wir an, die Fliesenplatten zu zählen (nein, wir sind nicht verrückt, nur unglaublich müde und gelangweilt!). Damit ging die Zeit echt schnell vorbei, ich kanns nur empfehlen :)

Meine Wochenden waren recht langweilig, was aber nicht schlecht ist, da ich dann endlich mal ausschlafen konnte. Ich schlaf zur Zeit total schwer ein und dann total unruhig und zwischendurch wache ich fast immer auf. Ich weiß nicht genau warum, aber es kann sein, dass es ein bisschen so ist, weil ich euch alle supercoolen Leute aus Deutschland manchmal vermisse. Naja, es ist nicht direkt vermissen, ich denke einfach nur häufig an euch. Aber ich muss schon sagen, es ist echt sau cool, wenn ihr euch einfach mal per WhatsApp oder E-Mail meldet. Da freue ichmicht immer total, auch wenn ich euch nicht immer gleich antworte ;) So hat man nicht ganz so das Gefühl, dass man so viel verpasst. Aber ich sage euch eins: Ihr verpasst hier echt sowas und solltet auf jeden Fall längere Zeit im Ausland verbringen. Wie ich euch ja auch manchmal schreibe ist es nicht immer leicht, aber es macht total Spaß und es ist soooo genial, wenn du weißt, dass du für ein ganzen Jahr sowas wie ein zweites Leben hast. Die Leute hier sind anders und manchmal schwierig und nervig, aber IMMER hilfsbereit, was ich das wichtigste finde. Und die Natu, die ganze Umgebung, die Häuse, die kleinen Städte,... Man muss echt kein Naturfreak sein, um es hier mit den meterhohen Bäumen an jeder Straßenecke schön zufinden. Es ist hier so grün! Und die ganzen Berge sind sooo schön! Ich liebe es hier (zumindest meistens... ;)) und wünsche euch mit einem Bild noch eine schöne Zeit ohne mich :D
Anna :)

Typische Straßen hier mit Blick auf die Berge, da lebe ich :)

Mittwoch, 3. September 2014

Poás und Examen


Hallo aus Costa Rica,

zur Zeit werden die Examen für das zweite Trimester geschrieben und deshalb haben wir keinen Unterricht, sondern nur von 12 bis 13:30 die Arbeiten, die ich auch mehr oder weniger mitschreibe. Heute war Französisch dran und, ich hätte es niemals gedacht, aber soooo schwer ist es doch gar nicht!! Gut, es kam auch echt nicht viel dran und das, was ich wissen musste, konnte man gut auswendig lernen. Gott sei Dank ist der Freund meiner Gastmutter Französischlehrer, sodass er mir geholfen hat. Ich hab ein echt gutes Gefühl bei der Arbeit, ganz im Gegensatz zu gestern: Da hab ich Ciencias, also sowas wie NaWi, Bio, Chemie und Physik in Einem, geschrieben. Und obwohl die Themen aus dem Gebiet Biologie waren, was mich ja eigentlich gefällt, hab ich nix verstanden. Ich habe ja, logischerweise, nicht alle Themen in der Schule mitbekommen, da ich ja dazugestoßen bin, aber selbst die Sachen, die ich hatte, waren unglaublich viel und kompliziert. Die Themen waren Zellen, im Körper, in Pflanzen und dann wurde da gaaaanz in die Tiefe gegangen. Welche Zellen zu was werden und was man dazu alles braucht. Die Ganzen Unterschiede der Zellen mit, meiner Meinung nach, alle ähnlichen Namen zu lernen war einfach unmöglich. Bei der Arbeit hab ich, wie auch schon so im Unterricht, novh nicht mal die Fragen verstanden, wodurch das Antworten natürlich nicht gerade leichter wurde. Ich weiß nicht, ob ich "Gott sei Dank" sagen soll, aber dadurch, dass fast die komplette Arbeit aus Multiple-Choice-Aufgaben bestand, konnte ich immerhin raten und irgendwas ankreuzen :D Das, was ich versucht hatte zu lernen, kam natürlich nicht dran (oder ich hab's nicht erkannt...) und als ich nach 1/4 Stunde "fertig" war, kam ich mir halt echt so richtig dumm vor :(
Und wie man schon aus dem Titel ablesen kann, war ich auf dem Poás. Das ist ein, noch aktiver (!!!!!!!!), Vulkan in Costa Rica. Sonntags sind wir extra schon um 6 Uhr aufgestanden, um vor den ganzen Touristengruppen dazusein. Das hat auch alles geklappt und da das Wetter genial war (bei mir wird es langsam immer wärmer, bis zu 30 Grad, während es ja bei euch Herbst wird, wie ich gehört habe :D hihihi) haben wir den Vormittag so richtig genossen. Wir haben auch ein paar sehr schöne Vögel gesehen. Nachmittags ging's zurück, denn ich musste ja für Ciencias lernen und davor hab ich noch mit Valeria einen Kuchen gebacken.
Ich muss sagen, dass nicht sooooo viel passiert. Ich überlebe gerade einfach die Arbeiten und den Alltag. Schule ist normalerweise langweilig und unspektakulär, außer natürlich jetzt gerade wegen der Examen. Da mag ich Schule, denn ich kann bis 9 Uhr schlafen und habe nur Arbeiten zu schreiben. Danach verbrige ich den Tag bei meiner Gastoma und alles ist toll :) Aber morgen steht Spanisch an, also darf man da nicht zuuuuu viel erwarten. Genauso wie von Estudios Sociales. Ich hatte erst eine Stunde und die war nicht über die Themen in der Arbeit... Auf Englisch freue ich mich schon: Es wird gerade die Vergangenheit mit der dritten Verbform gelernt :D Und, man mag es mir kaum glauben, Mathe ist auch super. Denn da sind wir hier ungefähr ein 3/4 Jahr zurück, was super zum Widerholen der Themen ist. Am Montag hab ich wahrscheinlich das erste Mal überhaupt jemand anders etwas in Mathe erklärt!! Klasse Gefühl :D
Jetzt kommen noch ein paar Bilder vom Poás und nach mehreren Bitten habe ich mich breitschlagen lassen, ein Bild von mir in der ........ Schuluniform reinzustellen. Aber zum Glück ist wirklich die gesamte Schule meiner Meinung, dass sie hässlich ist und ich habe eine Freundin aus der 11ten, also vorletzten Klasse, und die entwirft mit ihrer Klasse eine neue, schönere Schuluniform in den "normalen" Farben blau und rot (wegen der Flagge Costa Ricas ist das normal). Allerdings ist noch nicht klar, ob die Entwürfe auch verwendet werden und ihr wird das auf jeden Fall nicht mehr bringen, denn die Abschlussklassen haben eine andere, noch hässlichere, Schuluniform zu tragen. Naja, hier kommt sie:


I'm sexy and I know it :/
Die Lagune
Typisch Costa Rica: Carreta, ein Ochsenkarren
Wegen dieser Dämpfe wächst nix in der Nähe, heftig!

Sieht das Foto nicht irgendwie voll dramatisch aus?
Der Krater

Strauchzeugs, aber schon cool
Ich finde die irgendwie voll schön!
Herzlich Willkommen

Wenn der Vulkan ausbricht: Ruhe bewahren!
Falls ihr den Kolibri seht... (Mitte)